Nach einer langer fliegerischen Pause musste ein Flieger her, mit dem ich das Fliegen eingehend üben kann. Erst war das Taxi III von Graupner im Gespräch, allerdings wäre es damals nur mit einem starken Brushlessmotor gut fliegbar gewesen. Beides hatte ich nicht und Brushless war mir da erstmal unbekannt und viel zu teuer. Also schaute ich mich nach einem anderen Flieger um – und irgendwie blieb mein Blick am TwinStar II von Multiplex hängen. Ich schaute mich nach einem günstigen Shop im Internet um und fand den Flieger für knapp 70 Euro bei Ellen Schwab Modellbau.
aktueller Antrieb:
- Motoren: 2x Turnigy TR 28-26 1650Kv Brushless Outrunner
- Regler: 2x Turnigy Plush 30A Speed Controller
- Akku: 3000 mAh 3s 20C Turnigy LiPo
- Servos: 4x Hitec HS-81 (SR, HR & 2x QR)
- Empfänger: Robbe/Futaba R-6108SB
Beim TwinStar II waren die Motorkabel fertig dabei. Allerdings traute ich diesen unflexiblen Kabeln nicht, sodass ich mir selbst welche gelötet habe. Von den Motoren aus führen die Kabel über insgesamt 4x 2 mm-Goldstecker zu einem kleinen Verteiler, der wiederum mit 2x 3,5 mm Goldsteckern (weil die 3,5er schön kurz sind) zum Regler führt.
Vor einiger Zeit habe ich dem Flieger noch eine Kabinenhalterung aus Magneten spendiert, da die bisherige Befestigung von MPX langsam brüchig wurde.
Als Vorbild für die Lackierung diente mir das gelb-blaue Design der Schwedischen Küstenwache.
Inzwischen fliege ich den TwinStar mit einem 3000er 3s LiPo und BL-Motoren (beides von Turnigy) erhältlich bei HobbyKing. Damit sind Flugzeiten von rund 12 Minuten möglich. Das ist zwar kürzer als zuvor (20 Minuten mit Originalantrieb Speed 400 6V, 4200 2s LiPo und Günther-Props), aber nun kann ich auch problemlos senkrecht mit dem TwinStar fliegen.
Dank des schmalen Rumpfes fiel die Verlegung der FASST-Antennen nach außen nicht schwer.
Umbaubericht auf den BL-Antrieb
Als erstes habe ich mir Gedanken über die gewünschte Leistung gemacht und bei UH nach einem Motor ähnlich dem AXI 2208/34er bzw. einem Flyware microRex 220/12/1800er gesucht.
Die bestellten Artikel:
- 2x TR 28-26 1650Kv Brushless Outrunner
- 2x TURNIGY Plush 30amp Speed Controller
- 1x TURNIGY BESC Programming Card
- 1x Turnigy AerodriveXp 28-26 Shaft
Summe: 76,78 US$ zuzüglich Versand (International Registered Air Mail) und Zoll.
Zu Beginn hab ich erstmal die Baukastenmotoren entfernt; dafür hab ich die Schrauben gelöst.
Die beiden Kabel der Motoren dienen später als Stromversorgung der BL-Regler.
Zum Ablöten der beiden Motoren habe ich ein Stück Pappe unter die Lötstellen gelegt,
damit das heiße Lot nicht direkt auf das Elapor tropft.
Der Inhalt des Pakets aus Hongkong: links die BL-Motoren und Befestigungsmaterial, in der Mitte die Ersatzwelle und rechts die beiden BL-Regler mit der dazugehörigen Programmierkarte.
Die Programmierkarte empfehle ich sehr, da man hiermit die Reglereinstellungen auf eine sehr (!) komfortable Weise verändern kann.
Den dicken roten Schrumpfschlauch habe ich entfernt und durch dünneren ersetzt, damit eine ausreichend Kühlung gewährleistet ist.
Als nächstes kommen die Motoren dran. Hier ein schönes vorher / nachher -Foto. Die werkseitig verlöteten Goldstecker habe ich gegen hochwertige 3,5 mm Goldstecker aus dem örtlichen Modellbauladen ersetzt.
Was mir aufgefallen ist, dass die Kabelummantelung lose auf der Litze liegt und
einfach verschoben und abgenommen werden kann.
Aufgepasst: Wenn man den Propellermitnehmer auf die Motorachse draufschieben will,
kam es bei einem Motor vor, dass noch ein Grat bei der Fase am Achsenende vorhanden war, und dieser erst abgeschliffen werden musste.
Die von mir verwendeten Motoren passen theoretisch gut in die Gondeln hinein, praktisch müssen die Längsstreben noch abgeschliffen werden, damit die (drehende) Glocke nicht schlieft. Von den Löchern her passen die Motoren aber zum Glück direkt.
Fazit
Ich bin mit meiner BL-TwinStar vollends zufrieden.
Bodenstarts von der knapp gemähten Wiese klappen wunderbar, auch wenn das Gras wieder etwas gewachsen oder die Wiese hügeliger ist.
Mit dem Antrieb geht es absolut senkrecht nach oben und es ist genügend Power zum herumturnen vorhanden.
Aber auch nicht zu viel Power, denn die Motorgondeln habe ich nicht weiter verstärkt (z.B. GFK/CFK) und sie halten trotzdem.
Zwischenzeitlich hatte ich statt der APC-E 7×5 eine APC-E 8×5 montiert, aber da habe ich wirklich Bedenken, dass sich die Motoren ohne Flugzeug davon machen.
Der LiPo ist ein Turnigy 3s mit 3000 mAh (20 C), sodass die maximale Flugzeit bei rund 12 min. liegt.